Mitgliederversammlung

von Mirco Schmidt (Kommentare: 0)

MKP-Deutschland ist jetzt gemeinnützig

Schon viele Jahre ringt unser Verein um die Gemeinnützigkeit. Meiner Meinung nach war unsere eigene Satzung nicht ausreichend / nicht passend. Der Steuerberater besserte nach, das Finanzamt kritisierte und so drehten wir Runde für Runde. Mit Bescheid vom 23.10.2015 haben wir für das gesamte Wirtschaftsjahr 2015 die Gemeinnützigkeit erhalten. Mündlich angekündigt war es schon seit Beginn des Jahres. Dieser Bescheid ist vorläufig und wir richten uns auf eine Nachprüfung ein (das übliche Prozedere).

Was ändert sich?

Alle Veranstaltungen, die den Zweck der Satzung erfüllen, profitieren von einem geminderten Mehrwertsteuersatz. Die Einnahmen des Gemeinschaftsbildungs- und Familientreffens im Sommer werden nur noch mit 7% versteuert. Weitere Workshops sollen folgen.

Die Mitgliedsbeiträge an einen gemeinnützigen Verein können als Sonderausgaben in der Steuererklärung angegeben werden. Die Finanzämter kennen die gemeinnützigen Vereine und so wird hierfür keine Bescheinigung benötigt (Kontoauszug / Abbuchung reicht). Sollte es aber doch zu Problemen kommen, stellen wir auch hierfür eine Bescheinigung aus.

MKP-D darf nun Spendenbescheinigungen ausstellen. Die Zuwendung darf nur zur Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Sinne unserer Satzung verwendet werden. Also im Zweifel die Spende an den Verein ohne weiteren Verwendungszweck angeben, wir müssen das beachten. Wer mehrmals im Jahr spendet, kann am Jahresende eine Spendenbescheinigung für alle Zahlungen in Summe erhalten. Da sich die steuerliche Situation bei jedem unserer Mitglieder unterscheidet, wird der Jan Lütgen diese nur auf Anforderung erstellen und zentral ablegen. Nicht jedes Mitglied kann davon steuerlich profitieren. Der Steuervorteil in absoluter Höhe entspricht etwa dem persönlichen Spitzensteuersatz x Spendenbetrag. Ein Teil der Spende fließt also über die Steuer an den Spender zurück und so hofft der Verein auf eine etwas höhere Spendenbereitschaft.

Für die von MKP-D gezahlten Übungsleiterpauschalen (Aufwandsentschädigung an Leader, Co-Leader usw., für Ausbildung, Erziehung, Betreuung) wird mit der Gemeinnützigkeit ein steuerlicher Freibetrag in Höhe von 2400 Euro berücksichtigt.

Die Ehrenamtspauschale für andere nebenberufliche und gemeinnützige Tätigkeiten, z. B. Aufwandsentschädigung für Tätigkeiten als Vereinsvorstand, Schatzmeister oder Materialwart, sind bis zu einer Höhe von jährlich 720 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei.

Für die Übungsleiterpausschale und auch die Ehrenamtspauschale gilt: die Tätigkeit muss nebenberuflich ausgeübt werden. Als nebenberuflich gilt eine Tätigkeit, wenn die Arbeitszeit regelmäßig nicht mehr als ein Drittel einer vergleichbaren Vollzeitstelle beträgt, das heißt maximal 13 Stunden pro Woche. Ein „Hauptberuf“ muss dabei nicht ausgeübt werden, die Nebentätigkeit muss sich aber von einem evtl. ausgeübten Hauptberuf unterscheiden.
Der Freibetrag wird nur einmal jährlich pro Steuerpflichtiger gewährt, kann aber auf verschiedene Organisationen aufgeteilt werden. Bei höherer Aufwandsentschädigung ist nur der übersteigende Betrag steuerpflichtig. Der Abzug von Werbungskosten oder Betriebsausgaben ist bei der steuerfreien Aufwandsentschädigung ausgeschlossen. Neben den steuerlichen Vorteilen sind diese Einnahmen auch nicht sozialversicherungspflichtig.

Bei Fragen zum Thema helfe ich so gut ich kann, sonst erkundige ich mich auch gern für euch bei unserem neuen Steuerbüro.

 

Liebe Grüße

Wolfgang

Wachsamer Wadenbeißer

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